Es waren einmal…

 

Vier Kaffee-Väter und eine Idee…

 
Es waren einmal vier Väter, deren Kinder in die selbe Klassenstufe einer Frankfurter Schule gingen. Jeden Freitag trafen sie sich, nachdem sie ihre Kinder zur Schule gebraucht haben, in einem Stehcafé der Innenstadt. Die Kinder sind längst groß, in der ganzen Welt verstreut, doch die Väter treffen sich immer noch. In der Krise 2008 /2009 haben sie dann, im Zuge der wachsenden Europafeindlichkeit beschlossen, sich für das Europäische Gebilde einzusetzen. Nicht für die Regierungen, nicht für die Wirtschaft, aber für das Europa des Euro, das Europa der freien Grenzen, der wunderbaren, vielfältigen Kulturen, der Wiege der Demokratie, dem Land der hohen wirtschaftlichen Prosperität, dem Land der Innovation.

Europa kann nur, so die Diskussion, weiter kommen und weltpolitisch eine Rolle spielen, wenn die Länder weiterhin eng miteinander verbunden bleiben: Wirtschaftlich und kulturell. Europa soll weiterhin der Motor der Entwicklungen bleiben.

So beschlossen wir, uns dafür einzusetzen. In der Frage des „Wie“ kamen wir im Laufe der Zeit darauf, dass wir es in BFG-Form einer Organisation machen müssen und gründeten dann, Ende 2013 auf Lampedusa, den gemeinnützigen Verein, der wir heute sind: Youropean.

 

Meine Gründe mich für Youropean zu engagieren

 

Bodo Bimboese:

Bodo zugeschnitten

Im Jahr 1985 nahm ich an einem internationalen Boardmeeting meiner damaligen Firma in Brüssel teil. Dabei kam es, dass ich unseren amerikanischen und japanischen Partnern, Brüssel zeigen durfte. Und ich war begeistert, ihnen ein Beispiel Europäischer Entwicklungsgeschichte vorstellen zu können. Als Historiker fiel mir natürlich viel über die Stadt und über Belgien ein. Dann fragte mich mein amerikanischer Kollege, warum ich mich für eine fremde Stadt, in einem fremden Land, so begeistern kann und soviel historisches Interesse und Engagement besitze. Die Antwort war schnell und spontan: Weil es ein Teil meines Landes ist. Ich glaube an Europa. Und Brüssel ist meine „Hauptstadt“. Ich bin in erster Linie Europäer, dann Deutscher, dann Hesse, dann Solzer (kleines Dorf in Nordhessen) und Frankfurter. Beim Fußball ist das allerdings genau umgekehrt.

Europa hat so viel Einigendes, die Historie kommt aus dem Süden, das Mare Nostrum ist die Wiege unserer Kultur. Die Mitte Europas mit ihrem gewaltigen wirtschaftlichen Potential ist der moderne Motor, der Norden mit seinen Rohstoffen, mit seinen Technologien und der unvergleichlichen Liberalität ist die Konstante. Der Osten mit seinem Nachholbedarf, dem ungeheuren Ehrgeiz ist klasse. Der Westen, mit seinem Freiheitsdrang und Individualismus, ist cool.

In der globalen Welt ist es unbedingt notwendig, dass Europa zusammenhält. Sonst wird es marginalisiert. Ich setze mich klar und eindeutig, für eine starke Wirtschafts- und Innovationskraft, verbunden mit einer reichhaltigen, wunderbaren Kultur, ein. In einer gewaltigen Breite und Tiefe.

Bodo